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Energiespartipps

CO2-Vermeidung im Alltag

Rund elf Tonnen CO2 werden in Deutschland pro Kopf und Jahr emittiert. Dabei macht der Energieverbrauch im Haushalt (Heizung, Warmwasser und Elektrogeräte) rund ein Drittel und das Mobilitätsverhalten rund 20 Prozent aus. Der persönliche Konsum fällt mit rund 50 Prozent ins Gewicht, wobei die sogenannten „versteckten„ Energiekosten für Herstellung und Transport berücksichtigt sind. Durch ein energiebewusstes Verhalten kann jeder einzelne ohne große Einschnitte im Alltag eine Menge Energie und CO2-Emissionen einsparen. Im Folgenden präsentiert ZDF.Umwelt zehn einfach umsetzbare Tipps:

 

1. Zu einem Ökostromanbieter wechseln

Ökostrom zu beziehen ist ein einfacher Weg die persönliche CO2-Bilanz deutlich zu verbessern. Die Emissionen für Ökostrom betragen nur etwa 40 Gramm; normaler Strom verursacht über 600 Gramm. Viele Anbieter von Ökostrom sind inzwischen kaum oder gar nicht teurer als konventionelle Anbieter. Bei der Auswahl des Anbieters sollte darauf geachtet werden, dass von ihm tatsächlich der Ausbau Erneuerbarer Energie gefördert und so deren Anteil am deutschen Strom-Mix erhöht wird.
CO2-Einsparpotenzial: Rund 1.030 kg pro Jahr (bei einem Jahresstromverbrauch von 1.700 kWh).

2. Programmierbare Heizventile einsetzen

Gerade beim Heizen wird sehr viel Energie verbraucht. Für Mieter gibt es eine einfache und rentable Möglichkeit ihre Heizkosten und den CO2-Ausstoss zu senken: Mit elektronischen Thermostatventilen lässt sich die Raumtemperatur besser regulieren und zeitlich steuern, womit sich bis zu 30 Prozent der Heizkosten einsparen lassen. Programmierbare Thermostatventile gibt es für etwa 35-50 Euro je Heizkörper.
CO2-Einsparpotenzial: Für eine 70 qm-Altbauwohnung etwa 780 kg pro Jahr.

3. Weniger Fleisch konsumieren, mehr Bioprodukte k

Bei Lebensmittel haben tierische Produkte die weitaus schlechteste Klimabilanz. Um Fleisch, Milch, Butter und Eier zu erzeugen ist das Vielfache an Acker, Energie und Düngemittel nötig als für die gleiche Menge pflanzlicher Nahrungsmittel. Fleischfreie Tage verbessern daher die persönliche Klimabilanz ohne dass der Verzicht allzu sehr schmerzen muss: der Sonntagsbraten schmeckt besonders gut, weil man sich viel mehr darauf freut. Isst man dazu viel Frischkost aus biologischer Herstellung, spart man gleich noch etwas mehr CO2. Denn bei Frischkost entfallen die Emissionen der Weiterverarbeitung und bei biologischen Lebensmitteln wurde auf chemische Düngungsmittel verzichtet, deren Produktion sehr energieaufwändig ist.
CO2-Einsparpotenzial: Gut 700 kg im Jahr beim Verzicht auf ein Kilo Rindfleisch pro Woche.

4. Sparsames Autofahren

Ist eine Autofahrt notwendig, kann alleine durch vorausschauendes Fahren, wenn also nur wenig gebremst und geschaltet werden muss, erhebliche Mengen CO2 eingespart werden. Moderne Motoren laufen im niedertourigen Bereich (1.500 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute) am umweltfreundlichsten. Für den Stadtverkehr gilt: ab 30 km/h 3.Gang, ab 40 km/h 4.Gang, ab 50 km/h 5. Gang. Dazu gehört, dass der Reifendruck optimal eingestellt ist. Egal bei welchem Kraftstoff: Es kann ein Fünftel davon eingespart werden. Auch der Verzicht der Klimaanlage im Wagen spart Energie. Bei modernen Motoren lohnt sich ein ausgestellter Motor beim Warten an der roten Ampel bereits ab etwa zehn Sekunden Wartezeit, bei älteren Fahrzeugen ab 20 Sekunden. Die Zündung und damit gegebenenfalls die Beleuchtung sollte man während des Wartens angeschaltet lassen.
Am wenigsten CO2 wird natürlich emittiert, wenn das Auto in der Garage bleibt. Eine Fahrradreparatur lohnt sich also für Klima, Gesundheit und angesichts der stetig steigenden Benzinpreise auch schnell für das Portemonnaie.
CO2-Einsparpotenzial: Bei einem Benzinverbrauch von 8 Liter auf 100 km durch sparsame Fahrweise etwa 500 kg weniger CO2 auf 10.000 km.
An jedem zweiten Arbeitstag mit dem Rad statt mit dem Auto 3 km zum Büro fahren vermeidet 390 kg CO2.

5. Standby abschalten

Viele Geräte wie Fernseher, DVD-Player, Videospielkonsolen, Stereoanlagen, Drucker, Halogenlampen und Akku-Aufladegeräte verbrauchen oft auch dann Energie, wenn sie nicht genutzt werden, aber an die Steckdose angeschlossen sind. Erkennbar ist das am leuchtenden Standby-Lämpchen oder am Netzteil, das warm ist oder brummt. Mit einer Steckdosenleiste mit Schalter oder einer funkgesteuerten Steckdose lassen sich alle "stillen Verbraucher" komplett ausschalten. Allein in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt lassen sich durch die Vermeidung von Leerlaufverlusten rund 440 kWh und etwa 80 Euro Stromkosten im Jahr sparen. Das gleiche gilt natürlich auch für Geräte am Arbeitsplatz im Büro. CO2-Einsparpotenzial: Etwa 260 kg weniger CO2 im Jahr bei fast vollständigem Verzicht auf Standby.

6. Energieeffiziente Beleuchtung

Durch den Austausch von Glühbirnen und Halogenlampen gegen Energiespar- oder LED-Lampen in der Wohnung kann der Stromverbrauch und CO2-Ausstoss erheblich senken gesenkt werden. Gerade dort wo Lampen länger als eine halbe Stunde am Tag brennen, empfehlen sich Energiesparlampen. Gute Lampen kosten etwa fünf bis zehn Euro. Für eine gemütlichere Beleuchtung gibt es sie inzwischen in den Lichtfarben Warmweiß sowie Extra-Warmweiß. Auch in der Form sind sie oft kaum noch von normalen Glühbirnen zu unterscheiden. LED-Strahler eignen sich für Effektbeleuchtung als Ersatz für manchen Halogenstrahler. Mit dem Einsatz solcher Lampen spart ein Durchschnittshaushalt jährlich leicht über 200 kWh und 36 Euro Stromkosten.
CO2-Einsparpotenzial: Rund 130 kg weniger CO2 bei fast vollständigem Austausch der Beleuchtung mit Energiesparlampen.

7. Energiesparen beim Wäschewaschen

Viele Waschmaschinen brauchen für eine kleine Wäscheladung genauso viel Wasser und Strom wie voll beladen. Klimafreundlich waschen bedeutet, mit voller Waschmaschine zu waschen. Auf hohe Temperaturen kann dabei wegen der hohen Qualität der Waschmittel getrost verzichtet werden. Statt einer Kochwäsche reichen 60 °C oft vollkommen aus. Bei den meisten Verschmutzungen genügen bei den gängigen Waschmitteln auch 30 oder 40 °C. Auch die Vorwäsche ist in den meisten Fällen nicht nötig. So lassen sich über 50 Prozent Energie sparen und außerdem werden das Klima und die Kleidung geschont. Die Wäsche sollte erst gut geschleudert in den Trockner gegeben werden. Auf Wäscheständer oder Leine im Freien emittiert das Trocknen der Wäsche kein einziges Gramm CO2. CO2-Einsparpotenzial: 100 kg weniger bei dreimal wöchentlich 40 statt 60 Grad-Wäsche.

8. Energiesparendes Kochen

Auch beim Kochen lässt sich ganz einfach einiges an Energie einsparen: Die verwendeten Töpfe sollten immer eben auf der Herdplatte aufliegen und nicht kleiner oder größer sein als die Platte. Muss Wasser erhitzt werden, immer nur die genau benötigte Menge erwärmen – am besten in einem Wasserkocher, das spart Zeit und benötigt weniger Energie als eine Herdplatte. Wird beim Kochen ein Topfdeckel verwendet kann bis zu 25 Prozent Energie gespart werden. Die Herdplatten des Elektroherdes dürfen ruhig früher ausgeschaltet werden, denn sie heizen noch eine ganze Weile nach. CO2-Einsparpotenzial: Immerhin über 90 kg weniger CO2 im Jahr, wenn nur der tägliche Liter heißes Wasser im Wasserkocher statt im offenen Topf auf dem Elektroherd gekocht wird.

9. Das klimafreundliche Badezimmer

Mit einem Wassersparduschkopf und Durchflussbegrenzern für die Wasserhähne lässt sich im Bad viel Energie für warmes Wasser einsparen. Mit einem guten Sparduschkopf bleibt der Duschstrahl füllig, er mischt dem Wasser mehr Luft bei. Bei kurzem Händewaschen kann auf Warmwasser verzichtet werden: Bei den meisten Einhebelmischern kann der Hebel so montiert werden, dass er für Kaltwasser in die Mitte zeigt. CO2-Einsparpotenzial: Bis zu 80 kg weniger bei dreimal am Tag Händewaschen mit kaltem statt warmem Wasser. Bis zu 640 kg weniger CO2 im Jahr mit einem Sparduschkopf, allein schon bei einmal täglich 10 Minuten Duschen.

10. Anreize für die Familie schaffen

Energiesparen fällt oft schwer, weil die unmittelbaren Kosten erst am Ende des Jahres sichtbar werden. Deswegen ist es wichtig sich zu motivieren. Das kann zum Beispiel gelingen, indem man für Strom einen Durchschnittsverbrauch für die Familie festlegt. Wird nun weniger verbraucht, darf sich die Familie mit dem gesparten Geld am Ende des Jahres etwas Besonderes leisten: Einen schönen Ausflug oder ein gemeinsames Abendessen im Restaurant.

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